Rimowa – Le Sentier
Eine Koproduktion mit Iconoclast
Rimowa filmt Reisen seit Jahrzehnten. Der Koffer, der Kontinente überquert, der Beton von Flughäfen, das schräge Licht des frühen Morgens. Le Sentier macht das Gegenteil. Dieser Markenfilm hält dort an, wo andere beschleunigen: auf dem Bahnsteig. Im schwebenden Raum zwischen zwei Zügen.
Der französisch-marokkanische Fotograf und Regisseur Otman Qrita hat diese Idee konsequent zu Ende gedacht. In seiner Vision ist das Warten keine Unterbrechung der Reise: es ist ihr Kern. Alassane Diong, Yassine Stein, Chloé Lecerf, Issa Perica: vier Präsenzen, vier einzigartige Emotionen, entstanden aus Abschied oder Ankunft. Fremde, die denselben Bahnsteig für einen Moment teilen, bevor sie sich auf verschiedenen Gleisen verlieren.
Der Schauplatz: der Bahnhof Trétien im Wallis. Eine Bergstation, angefahren von einem Regionalzug, der sich durch Lärchenwälder schlängelt. In 16mm gedreht, trägt der Film diese Verwurzelung in sich: Das Filmkorn gibt dem Licht Körper, eine Textur, die kein Algorithmus ganz reproduzieren kann.
16mm
Auf Film zu drehen bedeutet, den einfachen Weg zu verweigern. Jede Rolle kostet, jede Einstellung wird durchdacht. Das 16mm-Format erzwingt eine Sparsamkeit, die paradoxerweise alles bereichert: erhöhte Präsenz, lebendiges Licht, Menschlichkeit in jedem Korn. Auf dem Bahnsteig von Trétien war es die einzig logische Wahl.
Le Trétien
Der Bahnhof Trétien als Schauplatz. Dieses Walliser Dorf hat etwas Zeitloses, das perfekt zu Otmans Universum passt: die Idee, dass jeder Abschied es verdient, ganz erlebt zu werden. Der Ort, an dem Warten alles andere als banal ist.
Une co-production
Le Sentier entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen Iconoclast, dem Pariser Produktionshaus, bekannt für seine anspruchsvollen Autoren, und Imaginastudio. Eine Partnerschaft, aufgebaut auf einer gemeinsamen Überzeugung: dass ein Regisseur wie Otman Qrita eine Landschaft verdient, die seiner Präzision entspricht, und die Mittel, sie nach seiner Vision zu filmen.
Die Besetzung
Alassane Diong
Yassine Stein
Chloé Lecerf
Entdeckt durch Tirailleurs an der Seite von Omar Sy, nominiert bei den Césars 2024 als bester Nachwuchsdarsteller. Seitdem baut er konsequent weiter: La Fièvre auf Canal+, Patience produziert von DJ Snake. Eine Präsenz, die keine laute Stimme braucht, um Gewicht zu haben.
Französisch-marokkanischer Rapper, ausgebildet an der École de la Cité, wechselt er von der französischen Hip-Hop-Szene zur Leinwand mit der gleichen Leichtigkeit. Sein EP Hayat, seine Zeit mit Lomepal, dann Planète B von Aude Léa Rapin. Ein Gesicht zwischen zwei Ufern, das den Wert eines Aufbruchs kennt.
Tänzerin, ausgebildet am Pariser Konservatorium, zufällig in der Metro für ihren ersten Film entdeckt. Französisch-beninischer Herkunft, durchquert sie Suprêmes und Cédric Kahns Le Procès Goldman, bevor sie sich als eine der präzisesten Schauspielerinnen ihrer Generation etabliert.
Entdeckt in Ladj Lys Les Misérables — Palme d’Or, Cannes 2019. Seitdem baut er eine Filmografie ohne Kompromisse: Claire Denis’ Avec amour et acharnement, Bis Repetita. Ein Schauspieler, der seine Bahnsteige gut wählt.